Der Herstellugs-Prozess

Eine Zigarre besteht aus drei Grundbestandteilen: Einlage, Umblatt und Deckblatt.

Zigarre in der HerstellungDie Einlage ist das Kernstück der Zigarre, das erst vom Umblatt und dann vom Deckblatt umwickelt wird. Sie besteht gewöhnlich aus zwei oder drei verschiedenen Tabaken aus denen eine Aromapalette geschaffen wird. Für Premium-Zigarren werden ausschließlich Langblatt-Einlagen verwendet, so dass die Zigarre über ihre gesamte Länge hinweg gleich schmeckt und die Asche lang stehen bleibt.

Das Umblatt ist wie ein Mantel der sich um die Einlage schließt. Bei Qualitätszigarren handelt es sich dabei um ein spezielles Blatt, das fest genug ist, um die Einlage zusammenzuhalten. Das Umblatt beeinflusst neben dem Geschmack und dem Aroma der Zigarre auch die Geschwindigkeit, mit der sie abbrennt.

Das Deckblatt ist wie der Einband, nach dem ein Buch beurteilt wird. Das Deckblatt kann bis zu 60 Prozent des Aromas ausmachen. Um eine perfekte Harmonie im Zusammenspiel von Einlage, Umblatt und Deckblatt zu erzielen, muss das Deckblatt sorgsam ausgewählt werden, um die Effekte von Einlage und Umblatt zu einem Ganzen zu machen, einem besonderen Genuss.

Die Kunstfertigkeit, welche bei der Umhüllung einer Zigarre mit dem Deckblatt benötig wird, ist eine Eigenschaft des Deckblattwicklers, einem der geschicktesten Arbeiter in der Hierarchie der Zigarrenfabrik.

Handgemachte ZigarrenMan unterscheidet bei den Herstellungsarten zwischen drei Methoden: "handgemacht", "von Hand fertiggestellt" und "maschinell".
Die Produktion von handgemachten Zigarren ist so altmodisch wie es nur sein kann. Dabei ist man stolz auf das handwerkliche Können, eines jeden Mitarbeiters, sowie auf die jahrhundertealten Traditionen. Eine handgemachte Zigarre beginnt in den Händen des "Puppenmachers", der die Einlage formt. Der Tabak wird hierbei wie ein Fächer zusammengefaltet, um darin kleine Kanäle für einen guten Zug zu schaffen, welche die verschiedenen Tabakaromen von Anfang bis Ende verbinden. Eine nackte Zigarre - ohne Umblatt, nennt man Wickel oder eben "Puppe". Die Puppe wird in Holzformen gegeben und unter Druck bis zu 45 Minuten lang gepresst um sie in Form des Endproduktes zu bringen.

Ist die Puppe fertig, wandert sie in die geschickten Hände des "Deckblattwicklers", er schneidet das Blatt auf die richtige Größe zu und umgibt die Zigarre damit, so dass sich die Blattspitze am später entzündeten Ende der Zigarre befindet. Auf diese Weise wird bei den ersten Zügen des Rauchers das mildere Aroma des Tabaks freigesetzt.

Die fertigen Zigarren, deren Tabak angefeuchtet worden war, damit er gehandhabt werden konnte, trocknen in der nächsten Phase in Zedernräumen, bei exakt kontrollierten Temperaturen. In dem dabei statt findenden Reifungsprozess vermischen bzw. "vermählen" sich die Aromen aller verwendeten Tabaksorten und bilden so aus den individuellen Geschmacksrichtungen, einzigartige Nuancen die den besonderen Charakter der Zigarre herausbilden. Dieser Vorgang dauert normalerweise mindestens drei Wochen.

Nach dem Trocknen werden die Zigarren wiederum überprüft und nach Farben sortiert, bevor sie in die Kisten verpackt werden. Eine Kiste wird immer ausschließlich mit Zigarren derselben Farbe bestückt, dies hat zwar nichts mit Geschmack oder Qualität zu tun, sehr wohl aber mit Perfektion. Eine perfekte Kiste repräsentiert die außergewöhnliche Sorgfalt, die sich von Beginn an durch den Herstellungsprozess zieht.